Betroffene werden zu Akteuren

Menschen werden oft nicht gefragt. Es wird für sie gesorgt. Vom Staat. Von der Politik. Von Behörden. Vom Amt. Von der Polizei. Von Sozialeinrichtungen.

 

Veränderung braucht Menschen, die sie tun. Am besten wissen die Betroffenen selbst, was sie brauchen und was zu tun wäre. Engagierte Bürger übernehmen selbst Verantwortung für ihr Leben, ihre Umgebung, ihre Probleme – selbstbewusst und kooperativ.

 

Man muss nur Strukturen schaffen, in denen die Menschen gemeinsam handeln können. Genau dafür gründen sich die Bürgerplattformen. Hier treffen sich engagierte Bürger aus verschiedensten lokalen Organisationen – vom Sportverein über den Bildungsträger bis zur religiösen Gemeinde.

Gemeinsam treten sie ein für Sauberkeit und Ordnung in ihrer Nachbarschaft, verändern Umgangsformen in bürokratischen Behörden, verbessern Infrastruktur und Verkehrssituation und schaffen bedarfsgerechte Bildungseinrichtungen.

 

Die Aufgabe des Organizers besteht darin, die bestehenden Vereinen und Initiativen eines Stadtteils miteinander in Kontakt zu bringen. Über die gemeinsamen Interessen erwachsen mit der Zeit vertrauensvolle Beziehungen untereinander.

 

Im Laufe der Gespräche kristallisieren sich mehrere Schlüsselpersonen heraus, welche die Kerngruppe der Plattform bilden. Gemeinsam mit den zuständigen Ansprechpartnern in Politik und Verwaltung gehen sie die Problemlösungen an.



Nach und nach wächst ein lebenswerter Stadtteil mit einer starken selbstständigen Bürgergemeinschaft.